Knochengesunde Ernährung

Um den Aufbau der Knochen zu unterstützen, ist es wichtig, die richtige Kombination verschiedener Nährstoffe sicherzustellen. Eine wichtige Bausubstanz für den Knochen ist Calcium. Das Mineral wird in den Knochen eingelagert und trägt zur Stabilität bei. Deshalb ist eine ausreichende tägliche Zufuhr über die Nahrung wichtig. Die tägliche Dosierung von Calcium sollte durch Nahrung und zusätzliche Supplementation 1000 mg nicht überschreiten.

 

Gute Calciumquellen sind Milchprodukte wie Joghurt, Buttermilch oder Käse; ein Liter Milch pro Tag deckt bis zur Menopause den gesamten Calciumbedarf. Auch grüne Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli oder Lauch und kalziumreiches Mineralwasser sind gute Calciumquellen. Sogenannte Calcium-Räuber sollten gemieden werden, denn sie fördern die Calciumausscheidung aus dem Körper. Dazu zählen Nikotin sowie Alkohol, Kaffee, Fett und Salz in größeren Mengen, sowie Industriezucker. Viel Phosphat und Oxalsäure sind ebenfalls ungünstig, weil sie die Calcium-Aufnahme bremsen. Phosphat kommt vor allem in Fleisch und Wurstwaren, prozessierten Lebensmitteln, Cola und Limonade vor, Oxalsäure z. B. in Spinat, Schokolade, Erdbeeren und Rhabarber.

 

 

Damit das Calcium aus der Nahrung überhaupt zum Knochen gelangt und eingebaut wird, wird Vitamin D benötigt. Aus Vorstufen wird Vitamin D unter UV-Strahlung in der Haut in seine aktive Form umgewandelt. Meist ist bereits ein täglicher 30 Minuten langer Aufenthalt im Freien und der Verzehr von Vitamin D-haltigen Nahrungsmitteln (z. B. Sardinen, Thunfisch, Eigelb, Leber und mit Vitamin D angereicherte Margarine) ausreichend, um den Bedarf zu decken.

 

Ist bereits eine Osteoporose festgestellt oder besteht bei Ihnen ein gesteigertes Risiko, wird Ihnen der Arzt  zusätzlich die Einnahme von 400–1200 internationale Einheiten Vitamin D empfehlen. Vitamin D ist auch wichtig für die Muskelkraft, weshalb die Zufuhr auch zu einer Sturzprävention führt. Zu einer knochengesunden Lebensweise zählt auch, Untergewicht abzubauen, den Alkoholkonsum zu reduzieren und auf das Rauchen möglichst ganz zu verzichten.

 

Calcium und Vitamin D
Die ausreichende Gabe von Calcium und Vitamin D wird heute von Leitlinien als Basistherapie eingestuft. Beides kann durch die Nahrung zugeführt werden. Die Zufuhr von Vitamin D ist häufig durch die Ernährung allein nicht ausreichend gegeben. In der Regel wir der Arzt daher die zusätzliche Einnahme empfehlen. Bei hohem Risiko für Knochenbrüche ist die alleinige Einnahme von Calcium und Vitamin D jedoch nicht ausreichend. Deshalb wird Ihnen Ihr Arzt zusätzlich spezifische Osteoporosemedikamente verschreiben.

Mehr Informationen zum Thema

Das Kuratorium Knochengesundheit e.V. bietet:

  • wissenschaftlich fundierte Informationen
  • Zeitschrift "Mobiles Leben"
  • Osteoporose-Lexikon
  • Hilfe bei der Suche von Ärzten, Rehakliniken oder Selbsthilfegruppen 
  • Expertenrat 
  • Patientenratgeber 
  • Kümmertelefon - Wir kümmern uns um Sie montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr, Tel.: 07261/9217-0

www.osteoporose.org

Der BfO, Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V., Dachverband für Osteoporose-Selbsthilfegruppen, bietet an:

  • Patienteninformationen 
  • Übungsleiterweiterbildung 
  • Ausstellung „Die Knochenschule“ 
  • Patientenkongresse

www.osteoporose-deutschland.de

Der Dachverband deutschsprachiger Osteoporose Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose Organisationen e. V. (DOP e. V.) bietet:

www.osteoporose-dop.org

Dachverband Osteologie e. V. (Dachverband der ärztlichen Fachverbände) bietet:

  • Patienten-Leitlinie Osteoporose (DVO) 
  • Adressen von Ärzten mit Weiterbildung Osteologie
  • Patientenboard

www.dv-osteologie.org