Entstehung der Osteoporose

Osteoporose ist ein schleichender Prozess. Der Knochenabbau erfolgt über Jahre unbemerkt, schmerhaft sind erst die Knochen-/Wirbelbrüche. Nehmen Sie deshalb Ihre Rückenschmerzen ernst und lassen immer wiederkehrende Schmerzen von einem Arzt untersuchen!

 

Störung des Knochenstoffwechsels

Osteoporose ist eine Erkrankung des gesamten Skeletts. Ein vermehrter oder verminderter Abbau schädigt die Struktur des Knochens. Das Knochengerüst wird immer dünner und bricht leichter.  

 

Sind bereits ein oder mehrere Knochenbrüche als Folge der Osteoporose aufgetreten, spricht man von einer manifesten Osteoporose. Osteoporose kann Männer und Frauen gleichermaßen betreffen, wenn auch die Männer erst später Brüche erleiden.

 

Wenn der Knochenabbau die Oberhand gewinnt

Es werden zwei Formen der Osteoporose vor allem im Hinblick auf die Entstehung unterschieden:

  1. primäre und
  2. sekundäre Osteoporose.

Die häufigere Form ist die primäre Osteoporose; sie wird nach dem Zeitpunkt ihres Auftretens in die postmenopausale und die Altersosteoporose unterteilt.

Bei der postmenopausalen Osteoporose nimmt die Knochenmasse nach der Menopause ab. Dies ist auf den Östrogenmangel (Wechseljahre) zurückzuführen. Ohne adäquates auslösendes Trauma, wie z. B. einen Sturz aus großer Höhe o. ä., brechen vor allem Brust- bzw. Lendenwirbel sowie das Handgelenk.

Die Altersosteoporose betrifft vor allem Patienten jenseits des 75. Lebensjahres, Frauen doppelt so häufig wie Männer. In dieser Gruppe steigt vor allem das Risiko, einen Schenkelhalsbruch zu erleiden. Neben der verschlechterten Knochenqualität sind hier Stürze, die nicht zuletzt durch eine Verschlechterung des Gleichgewichtssinns zustande kommen, ein Hauptauslöser.

 

Die sekundäre Osteoporose kann durch Erkrankungen hervorgerufen werden, die zu einer Störung des Stoffwechsels und Hormonhaushalts führen und sich somit negativ auf die Knochen auswirken. Ebenso können auch bestimmte Medikamente einen Knochenschwund auslösen.

 

Folgende Erkrankungen und Medikamente können eine Osteoporose begünstigen:

  1. Erkrankungen: z.B. Asthma bronchiale, Rheumatische Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Zuckerkrankheit
  2. Medikamente: z.B. Kortison, Antiepileptika, Aromatasehemmer, Glitazone

Auch kann eine knochenschädliche Lebensweise zu einer Osteoporose führen: Rauchen, Bewegungsmangel, Vitamin-D Mangel, Mangelernährung (Untergewicht).

Anzeichen für eine Osteoporose

  • Haben Sie das Gefühl kleiner geworden zu sein?
  • Leiden Sie an akuten oder chronischen Rückenschmerzen?
  • Entwickelt sich bei Ihnen ein Rundrücken?

Wollen Sie wissen, ob Sie gefährdet sind?
Machen Sie einen Osteoporose Risikotest, den Sie hier bestellen können oder auf der Homepage der DVO finden.
www.dv-osteologie.org/patienteninfo

Wichtiger Hinweis: Dieser Test kann keine persönliche Beratung durch Ihren Arzt ersetzen. Sprechen Sie daher unbedingt Ihren Arzt auf das Ergebnis dieses Risikotests an.