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Knochen - ein lebendes Gewebe

Der Knochen ist ein Gewebe, das sich ständig erneuert. Er ist quasi eine Dauerbaustelle. Denn nur wenn der Knochen regelmäßig ab- und neu aufgebaut wird, bleiben seine Elastizität und Stabilität erhalten und kleine Defekte werden rechtzeitig behoben. Beim gesunden Menschen ist der ständige Abbau und Aufbau im Gleichgewicht.

Außerdem kann das Knochengerüst so an die durch die Muskelaktivität vorgegebenen Erfordernisse angepasst werden. Es wird dort verstärkt, wo es am meisten belastet wird. In zehn Jahre wird das Skelett einmal runderneuert (1). Zwei verschiedene Zelltypen arbeiten auf der Dauerbaustelle. Der Aufbautrupp wird Osteoblasten genannt, die Abbaumannschaft Osteoklasten. Erst wenn das Gleichgewicht zu Ungunsten der Osteoblasten gestört ist, verliert der Knochen an Masse und Stabilität (2). Prinzipiell überwiegt in der Jugend der Knochenaufbau, im Erwachsenenalter herrscht ein Gleichgewicht vor und bei älteren Menschen überwiegt der Abbau.

Auch Osteoporose ist eine Volkskrankheit und nach Lungenkrebs die Erkrankung mit dem höchsten Leidensdruck.

(1) Rizzoli R. 2005, Atlas of postmenopausal Osteoporosis. Science press.
(2) Ringe J.-D. 2003, Osteoporose Dialog, Thieme Verlag